Am kommenden Montag soll der selbsternannte syrische Präsident Ahmed Al-Scharaa auf Einladung von Friedrich Merz nach Berlin kommen. Zuletzt war sein geplanter Besuch im Januar während der Offensive auf die Demokratischen Autonomieverwaltung Nordostsyriens kurzfristig abgesagt worden. Es waren große Proteste angekündigt.
Bei der Einladung des ehemaligen Führers der djihadistischen HTS-Miliz steht das deutsche Interesse, Abschiebungen nach Syrien wieder zu normalisieren, im Vordergrund. Bereits im Januar reiste EU-Präsidentin von der Leyen nach Damaskus. Kurz danach startete die syrische Regierung die Angriffe auf die Gebiete der Demokratischen Autonomieverwaltung, bei denen es zu umfassenden Vertreibungen und Massakern kam.
Auch die Befreiung von Tausenden IS-Kämpfern aus Gefängnissen in Syrien, führte zum Erstarken der islamistischen Kräfte in der Region. An der Haltung der Bundesregierung gegenüber der neuen Regierung hat dies wohl nichts geändert.