94 % der Berliner Mieten unzulässig hoch

94 % der Berliner Mieten unzulässig hoch

94 % der Berliner Mieten sind unzulässig hoch. Das ergab eine Prüfung von 339 Mietverträgen aus dem Zeitraum von April bis Dezember 2025 durch die Mietpreisprüfstelle.

Dabei wurden diese mit der ortsüblichen Vergleichsmiete nach dem Berliner Mietspiegel verglichen. 320 der Verträge wiesen unzulässige Mietpreise auf. Nur 6 % lagen im zulässigen Bereich. In 69 % der Fälle lag die Miete sogar mehr als 50 % über dem Mietspiegel. In diesen Fällen liegt im juristischen Sinne der Verdacht auf „Mietwucher“ vor.

Die meisten Fälle werden nicht oder sehr spät geahndet. Zwar gibt es mittlerweile einen „Bußgeldbescheid“, aufgrund fehlenden Personals in den Verwaltungen wird dem allerdings nur schleppend nachgegangen.

Die Initiative Deutsche Wohnen & Co. enteignen kritisiert den Berliner Senat scharf. „Wenn 94 % der Menschen in Berlin zu viel Miete zahlen, dann müssen in der Politik alle Alarmglocken angehen. Aber der Senat verwaltet die Mietenkrise nur, statt sie zu lösen.“