Am 6. November 1975 überquerten 350.000 Menschen die marokkanische Grenze zur Westsahara. Auf Veranlassung von König Hassan II. (externer Link) waren sie aus dem ganzen Land angefahren worden, um das Territorium als „Grüner Marsch“ zu annektieren. Grün sollte für den Islam stehen.
Dabei handelte es sich um ein Täuschungsmanöver in Vorbereitung einer Militärinvasion. Mit Spaniens entkolonialisieren erhob Marokko Anspruch auf die Westsahara. Die UN verweigerte (externer Link). Deshalb wurde mit Rückendeckung von USA und Frankreich ein Plan ausgearbeitet, der eine Teilung zwischen Marokko und Mauretanien vorsah.
Die marokkanische Krone stand innenpolitisch unter Druck und benötigte Einnahmen aus dem Phosphat der Westsahara. Die USA und die alten Kolonialmächte wollten ein weiteres sozialistisches Projekt in Westafrika verhindern.
Die marokkanische Bodenoffensive begegnete den einheimischen Sahauris mit brutaler Gewalt. Flüchtende wurde teils mit Napalm bombardiert. Sie sprechen heute vom „Schwarzen Marsch“.
