2026 bereits über 600 Menschen im Mittelmeer gestorben

Laut Angaben der International Organisation for Migration (IOM) sind dieses Jahr mindestens 606 Personen beim Versuch, das Mittelmeer zu überqueren, verstorben. Dies markiert den tödlichsten Jahresanfang seit Beginn der Aufzeichnungen der IOM im Jahr 2014.

In Italien wurden letzte Woche 15 Tote an die Strände Siziliens und Kalabriens gespült. Diese sind vermutlich mit hunderten anderen bei den starken Stürmen in der Mittelmeerregion letzten Monat ertrunken. Mindestens neun Schiffe mit 340 Personen waren Ende Januar als vermisst gemeldet worden.

Bischöfe aus den beiden italienischen Regionen erklärten, die Todesfälle seien keine „isolierten Einzelfälle“ sondern „die Folge inhumaner politischer Entscheidungen“. Erst letzte Woche autorisierte die italienische Regierung Blockaden auf See als Mittel gegen ankommende Schiffe. Vor zwei Wochen hatte auch das EU-Parlament Verschärfungen im Asylrecht beschlossen. Die Behörde Frontex soll vergrößert werden.