Heute vor 118 erging der Schießbefehl des deutschen Generals Lothar von Trotha gegen die Herero.
Im Januar 1904 hatten sich die Herero gegen die deutschen Kolonialisten im heutigen Namibia erhoben. Um die Kolonie zu halten, betreute der deutsche Kaiser Wilhelm II. General Trotha mit der Niederschlagung des Aufstandes mit allen Mitteln. Trotha hatte zuvor schon in anderen deutschen Kolonien Aufstände mit großer Brutalität niedergeschlagen.
Im August ließ er alle Herero in die Wüste treiben, der Schießbefehl im Oktober 1904 rief dazu auf, keine Hereros mehr aus der Wüste zu lassen und alle, die es versuchten, zu erschießen, ungeachtet von Alter und Geschlecht. Bis zu 60.000 Herero starben in der Folge. Trotha hatte es sich explizit zum Ziel gesetzt, die Nation der Herero, als solche zu vernichten, einen Plan den er auch im anschließenden Kampf gegen die Nama verfolgte.
Bis heute hat Deutschland keine offizielle Entschuldigung für den Völkermord ausgesprochen.
