Die Bundesregierung hat im ersten Halbjahr 2026 Rüstungsexporte von fast 800 Millionen (externer Link)Euro nach Israel genehmigt. In den ersten sechs Monaten von 2026 wurden viermal mehr Waffenlieferungen genehmigt als im ganzen Jahr 2025. Dies geht aus einer kleinen Anfrage der Linkspartei hervor.
Rund 67 Prozent des Gesamtwerts entfallen auf ein deutsches U-Boot, das erst am Dienstag von Kiel aus nach Israel auslief. Weitere 21 Prozent entfallen auf die „Kooperation deutscher und israelischer Firmen im Interesse der Bundeswehr“.
Eingeschlossen sind auch Handfeuerwaffen, Explosivstoffe und möglicherweise Drohnen. Merz hatte im August 2025 erklärt, „bis auf Weiteres“ keine Waffenlieferungen mehr zu genehmigen, die in Gaza eingesetzt werden könnten. Diese Regelung wurde im November desselben Jahres wieder aufgehoben (externer Link).
Von 2023 bis 2025 lagen die jährlichen Waffenexporte zwischen 161 Millionen und 327 Millionen Euro. Deutschland steigert seine Waffenlieferungen an Israel damit erneut deutlich.

