Christopher Nolans neuer Kinofilm „Odyssee“ wurde teilweise in Dahkla, einer Stadt in der besetzten Westsahara, gedreht. Schon vor einem Jahr hatte das Sahara International Film Festival Nolan aufgefordert, die Dreharbeiten dort zu stoppen und bereits gedrehte Szenen nicht im Film zu zeigen. Bis heute reagierte Nolan nicht auf die Forderungen.
Die marokkanische Regierung nutzt Tourismus und kulturelle Events, um die Besatzung zu normalisieren. Der marokkanische Kulturminister Bensaid postete ein Selfie mit Nolan und sagte: „Odyssee“ würde „Dahkla und Marokko den Menschen näherbringen, die mit der Region und dem Land noch nicht vertraut sind.“
Die Westsahara war spanisch kolonialisiert und ist seit 1975 völkerrechtswidrig von Marokko besetzt, die indigenen Sahaurische wurden vertrieben. Die Unabhängigkeitsbewegung Frente Polisario fordert eine unabhängige Republik, seit 2020 kommt es fast täglich zu Kampfhandlungen entlang der Besatzungsgrenze.
