Gerda Taro wurde am 1. August 1910 in eine jüdische Familie geboren. In ihrer Jugend war sie in Leipzig in sozialistischen Gruppen aktiv. Mit 22 Jahren floh sie nach der Machtübergabe an die Nazis und einer Verhaftung nach Paris. Ihre Familie sah sie nie wieder.
In Paris lernte sie den Fotografen Robert Capa kennen, der auch vor den Nazis geflüchtet war. Gemeinsam hielten sie sich dort mit Fotografie über Wasser. Als im Juli 1936 der Spanische Bürgerkrieg begann, entschieden sie, wie zehntausende Sozialist:innen weltweit, sich der Verteidigung der Republik anzuschließen.
Die Arbeit in Spanien verstand Taro dabei nicht einfach nur als Dokumentation, sondern als Teil des Kampfes gegen den Faschismus. Dabei fotografierte sie als eine der ersten Frauen direkt an der Front. Am 25. Juli 1937 wurde sie während eines Angriffs der deutschen Legion Condor tödlich verletzt. Schwer verletzt soll sie eine Krankenschwester noch gefragt haben, ob ihre Kamera sicher sei.
