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Superreiche finden in Medien kaum Erwähnung

12. Juni 2026, 10:31 Uhr älter als 3 Monate

Die Superreichen Deutschlands tauchen kaum in der Medienlandschaft auf und sind somit trotz ihrer massiven ökonomischen Macht meist kein Gegenstand von Diskursen über Ungleichheit. Zu diesem Ergebnis kommt die Forscherin Emma Ischinsky vom Kölner Max-Planck-Institut.

Ischinsky untersuchte, wie oft die laut dem Manager-Magazin reichsten 1.718 Personen Deutschlands in den Medien erwähnt werden, und stützte sich dabei auf 143.774 Presseberichte zwischen 2001 und 2023, in denen mind. eine der Personen erwähnt wird. 

Das Ergebnis zeigte, dass nahezu ein Viertel dieser Reichen in dem Zeitraum völlig unerwähnt bleibt. Insbesondere Unternehmer, deren Reichtum auf die NS-Zeit zurückgeht, werden kaum erwähnt. 

Ischinsky kommt zu dem Ergebnis, dass die Sichtbarkeit der Superreichen einen „strukturellen Bias“ hat und sehr selektiv erfolgt. Am häufigsten werden 25 Personen erwähnt, deren Vermögen einer jungen und individuellen Karriere entstammt.

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