In der Rubaya-Mine sind erneut neun Menschen bei einem Einsturz getötet worden. (externer Link) Erst Anfang des Jahres hatte der Zusammenbruch eines Minenteils 200 Menschen das Leben gekostet, darunter 70 Kinder.
Die Rubaya-Mine liegt im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRC), nahe dem Kiwusee an der Grenze zu Ruanda. Sie gilt mit 15 Prozent als größter einzelner Abbauort für das Metall Tantal, das, zu Coltan weiterverarbeitet, für die Herstellung von Elektrogeräten notwendig ist.
Die Regierung der DRC hatte den Abbau und Handel mit Mineralien in der Region im November untersagt. Allerdings wird die Mine von der Ruanda-nahen M23-Miliz kontrolliert. Ruanda handelt mit Coltan und weiteren Bodenschätzen, obwohl diese in dem Land nicht vorkommen.
Derweil hat die M23 vergangene Woche die etwa 100 km nördlich gelegenenere Stadt Katondi verlassen. (externer Link) Ob es sich tatsächlich um einen militärischen Rückzug aus der von der ugandischen Armee kontrollierten Sicherheitszone handelt, bleibt unklar.
