Heute vor 50 Jahren besetzten indonesische Truppen unter dem antikommunistischen Diktator Suharto Osttimor. Nur etwas mehr als eine Woche zuvor hatte sich das kleine Land von der ehemaligen Kolonialmacht Portugal gelöst und unter der Führung der sozialistischen FRETILIN für unabhängig erklärt.
Schon zuvor hatten Portugal, Indonesien, aber auch die USA den Aufstieg der FRETILIN beobachtet und jene konservativen Kräfte unterstützt, die einen Anschluss an Indonesien befürworteten. Als diese allerdings von der Bevölkerung abgelehnt und von der FRETILIN geschlagen wurde, begann am 7. Dezember 1975 die Invasion der indonesischen Armee.
Im Jahr 1999 stimmten in einem Referendum 78,5 % für die Unabhängigkeit. Bis dahin kamen durch die Besatzung laut den Vereinten Nationen bis zu 280.000 Menschen ums Leben, was rund 35 % der Bevölkerung entspricht. 2002 wurde Osttimor endgültig in die Unabhängigkeit entlassen.
