Heute vor 107 Jahren rief das sogenannte Otelner Aktionskomitee (OAK) einen Generalstreik aus. Drei Tage lang legten rund 250.000 Arbeiter ihre Arbeit nieder.
Während im Ersten Weltkrieg Lebensmittelpreise stiegen und Löhne sanken, litten Hunderttausende in der Schweiz an Hunger. Die Lebensbedingungen verschlechtern sich, während große Unternehmen weiter ihre Profite einfuhren. Als Reaktion gründen Sozialdemokraten Anfang 1918 das OAK, eine gewerkschaftliche Vereinigung, um eine Verbesserung der Lage zu fordern: den Achtstundentag, das Frauenwahlrecht oder eine Altersversicherung.
Die Proteste gewannen an Aufschwung, während die Angst der Regierenden vor einer Revolution wie in Russland stieg. Zürich und Bern werden militärisch besetzt. Unter Zugzwang (externer Link), die Kontrolle über die Streikbewegung zu verlieren, ruft das OAK am 12. November den Generalstreik aus. Aus Angst vor einem Bürgerkrieg wird dieser nach drei Tagen, nachdem drei Arbeiter erschossen wurden, abgebrochen.
