Am Freitagmittag versuchte ein 48-jähriger Mann seine 43-jährige Ex-Partnerin in Dortmund mit einem Messer zu erstechen. Die Mutter von drei Kindern erlitt lebensgefährliche Verletzungen und wurde unter Notarztbegleitung in ein Krankenhaus gebracht.
Während einer Verabredung in der Nähe des Wohnorts der Frau stach der Ex-Partner auf sie ein. Er soll die Tat in einer naheliegenden Tankstelle gestanden haben.
Vor dem versuchten Femizid war es der Staatsanwaltschaft zufolge zu einem Streit gekommen. Der mutmaßliche Täter gab an, von der Frau kritisiert worden zu sein.
Dortmunder Lokalmedien bezeichneten die versuchte Tötung als “Beziehungstat”. Das verschleiert den strukturellen Kontext von Femiziden: In Deutschland gibt es jeden Tag einen versuchten Femizid, jeden dritten Tag wird eine Frau getötet. Dem liegen meist patriarchale Besitzansprüche und Kontrollbedürfnisse zugrunde.
