In der syrischen Metropole Aleppo ist es in der Nacht zu Angriffen auf die kurdischen Stadtviertel gekommen.
Am frühen Abend hatten Regierungstruppen der HTS und von der Türkei unterstützte Milizen der SNA den Zugang zu den Stadtteilen blockiert.
Als die Bewohner:innen der Viertel dagegen protestierten, ging die Polizei mit Tränengas und scharfer Munition gegen sie vor. In der Folge kam es zu Gefechten zwischen HTS und SNA und den Selbstverteidigungseinheiten der kurdischen Stadtviertel. Dabei wurden mindestens 15 Menschen verletzt. In Nordostsyrien gingen noch in der Nacht tausende Menschen gegen die Angriffe auf die Straße.
Am Sonntag war in Syrien ein neues Parlament ohne direkte Wahl bestimmt worden. Die demokratische Selbstverwaltung Nordostsyriens, die auch die kurdischen Stadtviertel in Aleppo verwaltet, lehnt das Parlament als undemokratisch ab. Weite Teile der Selbstverwaltung und die drusische Region Suweida waren von den Wahlen ausgeschlossen worden.
