In einem diplomatischen Treffen am Dienstag hat der portugiesische Außenminister die Unterstützung seines Landes für Marokkos Souveränität über die Westsahara angekündigt (externer Link). Damit schließt sich Portugal dem Vereinigte Königreich (externer Link) und Frankreich (externer Link) an.
Konkret geht es um den marokkanischen Autonomieplan, der eine stark eingeschränkte Selbstverwaltung für die sahaurische Bevölkerung (externer Link) der Westsahara verspricht. Die politische Vertretung der Sahauris, die Frente Polisario, lehnt den Plan ab. Dieser würde die seit 1976 anhaltende Besatzung von Teilen der Westsahara legitimieren, statt eine tatsächliche Selbstbestimmung und die Rückkehr der vertriebenen Bevölkerung ermöglichen.
Aus den besetzten Gebieten werden seit Jahrzehnten illegal Phosphat und weitere Ressourcen exportiert. Portugal ist unter anderem mit dem größten Gasexporthafen (externer Link) beteiligt. Zukünftig will Marokko vor allem „__grüne Energie__ (externer Link)“ auf dem annektierten Land gewinnen (externer Link) – auch mit Beteiligung deutscher Firmen.
