Esther Bejarano, geborene Loewy, war eine deutsch-jüdische Antifaschist:in, Musiker:in und Kommunist:in.
1941, als Bejarano 17 war, steckten die Nazis sie zusammen mit anderen jüdischen Mädchen in ein Zwangsarbeitslager. Zwei Jahre später wurde sie erst ins KZ Auschwitz und später ins KZ Ravensbrück deportiert. Sie spielte im "Mädchenorchester von Auschwitz", wovon sie sagte, dass dieses ihr Überleben gesichert habe.
Nachdem sie 1978 erlebt hatte, wie NPD-Mitglieder einen Stand vor ihrem Laden in Hamburg aufbauten und von der Polizei geschützt wurden, als Antifaschist:innen dagegen protestierten, bezeichnete sie dies als Schlüsselmoment für ihren Aktivismus. Bejarano wurde Mitglied der "Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes" und engagierte sich in der "Deutschen Kommunistischen Partei".
Bejarano erklärte sich auch mit der palästinensischen Freiheitsbewegung solidarisch und erntete dafür viel Kritik aus verschiedenen Lagern.
