In Frankfurt-Bonames hat ein 36-Jähriger am vergangenen Mittwoch seine getrennt lebende Ehefrau sowie einen Freund von ihr mit einem Messer angegriffen. Die Frau wurde dabei schwer verletzt, der Freund starb noch am Tatort.
Der 36-Jährige unterstand eigentlich einem Kontaktverbot zu der Frau. Zuvor hatte sie ihn wegen häuslicher Gewalt und Vergewaltigung angezeigt. Da er sich nicht an das Kontaktverbot hielt, wurde ihm im Februar für vier Monate eine Fußfessel angelegt. Diese hatte er erst wenige Tage vor der Tat wieder ablegen können, da er sich während der vier Monate laut Polizei "rechtskonform" verhalten habe.
Der Täter konnte noch am Tatort festgenommen werden, nachdem die Frau zu einer Nachbarin flüchten und die Polizei verständigen konnte. Gegen ihn wird wegen Mordes und versuchten Mordes ermittelt.
Die Tat trägt die klassischen Merkmale von Femiziden. Diese sind oft auf Besitzansprüche der Täter gegenüber den weiblichen Opfern zurückzuführen.
