Vor einer Woche wurde Baban Ali in Zürich in ein Abschiebegefängnis gesperrt. Dem Kurden droht die Abschiebung in den Irak. Dort beteiligte er sich am bewaffneten Widerstand gegen den Vormarsch des IS, bis er 2015 schwer verwundet wurde. Er verlor einen Arm und zwei Finger. Seitdem lebt er in der Schweiz.
Baban trat nach seiner Inhaftierung in einen unbefristeten Hungerstreik. Mit der Abschiebung würde seine notwendige medizinische und psychische Behandlung enden. Er benötigt neue Prothesen und Operationen, die es im maroden Gesundheitssystem des Iraks nicht gibt. Zudem stellen Schläferzellen des IS eine direkte Gefahr für sein Leben dar.
Er erklärte (externer Link), dass er keine Nahrung oder medizinische Versorgung annehmen werde, bis die Abschiebeentscheidung und die Inhaftierung aufgehoben werden. Auch in Basel (externer Link) befinden sich aktuell neun Menschen im Hungerstreik gegen die schlechten Bedingungen im Abschiebegefängnis.
