Nach Berichten über Massenvergewaltigungen durch die Einheiten der Militärregierung im südostasiatischen Myanmar sind rund 20.000 Menschen aus der Gemeinde Indaw im Zentrum des Landes geflohen.
Die Fliehenden berichten, laut einem Artikel in der Oppositionszeitung Irrawaddy (externer Link) davon, dass die Junta-Soldaten mehrere hundert Zivilisten in einem alten Kloster in der Stadt festhalten. Dort soll es zu gezielten Vergewaltigungen von Frauen gekommen sein.
Rund um die Stadt wird seit Monaten heftig gekämpft. Eine Allianz verschiedener Widerstandsgruppen versucht seit August, die Region einzunehmen. Zu Beginn der Kämpfe hatten Soldaten der Junta rund 800 Menschen in der Stadt festgenommen und in dem Kloster interniert, die meisten konnten mittlerweile fliehen.
In dem mittlerweile fast 4 Jahre andauernden Krieg setzt die Junta systematisch auf Angriffe auf die Zivilbevölkerung. Erst im Oktober war eine Eskalation der Luftangriffe registriert worden.
