Nach einem Streit mit ihrem Freund in einer Wohnung fuhren die beiden mit dem Auto durch Kiel, dabei soll der 19 Jährige auf die Befahrerin eingestochen haben, bevor das Auto an einer Kreuzung beim Neuen Rathaus in Kiel mit einem anderen Wagen zusammenstoß.
Die junge Frau wurde am Unfallort versucht zu reanimieren, verstarb jedoch auf dem Weg ins Krankenhaus.
Dies ist bereits der 88. bekannte Femizid in diesem Jahr. Von diesen wird häufig verharmlosend als "Beziehungstat" oder "Trennungstötung" berichtet.
Femizid, also die Ermordung aufgrund des Geschlechts, ist in Deutschland kein eigener Straftatbestand, es gelten häufig sogar "strafmildernde Umstände" und es wird, wie auch in Kiel, allenfalls wegen Totschlag und nicht wegen Mord ermittelt. Damit wird die Schuld bei den Opfern gesucht und nicht im patriachalem System gesehen.
Femizide zeigen wie tödlich das patriachale System ist.
